Ehemaliger Polizeikapitän hält Kurt Cobains Tod für Mord

Dienstag, 24.02.2026 14:21 Uhr

Der frühere Ermittler Neil Low stellt die Suizid-Theorie infrage und fordert eine Wiederaufnahme der Ermittlungen.

Ein ehemaliger Hauptmann der Polizei von Seattle glaubt, dass Kurt Cobain nicht durch Suizid gestorben ist – und fordert eine Wiederaufnahme des Falls.

Neil Low, der 50 Jahre für die Polizei von Seattle arbeitete und 2018 in den Ruhestand ging, äußerte sich gegenüber der Daily Mail zu dem Fall. Cobain war am 8. April 1994 mit einer Schussverletzung in seinem Gewächshaus tot aufgefunden worden. Obwohl Low damals nicht an den Ermittlungen beteiligt war, wurde er 2005 gebeten, die Akte zu überprüfen.

Low erklärte, er glaube nicht, dass Cobain sich selbst getötet habe. Seiner Ansicht nach sei die ursprüngliche Untersuchung fehlerhaft gewesen und möglicherweise so angelegt worden, dass sie wie ein Suizid aussehe. Er verweist auf Unregelmäßigkeiten bei den Blutspuren sowie auf Widersprüche zwischen Autopsiebericht und Polizeiberichten, darunter fehlende Notizen und unterschiedliche Darstellungen der Ereignisse vor Cobains Tod.

Bei seiner Überprüfung habe er die komplette Fallakte sowie sämtliche Beweisstücke einsehen können. Laut Low sei das Ermittlerteam damals so überzeugt von einem Suizid gewesen, dass der Fall nicht ausreichend als mögliches Tötungsdelikt behandelt worden sei.

Besonders auffällig seien für ihn die Fotos vom Tatort gewesen: Cobains Hände wirkten ungewöhnlich sauber, zudem passe das Blutspurenbild seiner Meinung nach nicht zu einer so nah abgefeuerten Schrotflinte. Außerdem habe die in Cobains Körper festgestellte Heroinmenge – etwa dreimal so hoch wie eine tödliche Dosis – es schwierig gemacht, eine Schrotflinte selbst zu bedienen.

Low veröffentlichte 2024 ein Buch mit dem Titel Crazy Love über den Fall.

Die Polizei von Seattle hält jedoch weiterhin an ihrer ursprünglichen Einschätzung fest. In einer aktuellen Stellungnahme bekräftigte die Behörde, dass Kurt Cobain 1994 durch Suizid gestorben sei und dies weiterhin die offizielle Position bleibe.

Bild: Pixabay

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